Anwendungsentwicklung
Mikro-Design
Inhalt dieser Phase ist die Transformation des Business-Modells in ein Design-Modell auf der Basis der UML-Notation und unserer Methodik, die von dem Rational Unified Process abgeleitet ist. Die zwei Hauptbestandteile dabei sind:
- Geschäftsprozess-Analyse
- Design der Anwendung
Die Workflows werden analysiert und in typischen Szenarien (use cases) beschrieben, Technologie und Sprache der Anwendungswelt werden erschlossen und dokumentiert. Parallel zur Analyse der Geschäftsprozesse werden die Businessobjekte modelliert. Sie werden identifiziert, analysiert und in Fundamentalklassen untergliedert.
Das zu entwickelnde Modell enthält:
- Basiselemente (Klassen, Objekte, Attribute, Operationen, Zusicherungen (constraint))
- Statische Elemente (Assoziationen, Aggregationen, Generalisierungen/Spezialisierungen, Rollen)
- Dynamische Modellelemente (Aktivitäts- und Zustandsdiagramme, Sequenz- und Kollaborationsdiagramme)
Die Vorgehensweise dabei ist evolutionär und inkrementell:
- Auf der Architekturebene wird die Grundstruktur des Klassenmodells erarbeitet (Key-Klassen und ihre Beziehungen untereinander).
- Auf der Businessklassenebene werden ausgewählte und abgegrenzte Businessklassenpakete entwickelt.
- Auf der Fundamentalklassenebene wird die detaillierte Struktur einzelner Klassen erarbeitet.
In dieser Phase sind die nachfolgenden Output-Dokumente zu erarbeiten:
- Anwendungsfälle (und Testszenarien) (use cases)
- Klassendiagramme (class diagrams)
- Interaktionsdiagramme (interaction diagrams)
- Aktivitätsdiagramme (action diagrams)
- Zustandsdiagramme (state diagrams)
- Komponentendiagramme (component diagrams)
- Einsatzdiagramme (deployment diagrams)
Wird für die persistente Objekthaltung eine relationale Datenbank eingesetzt (Oracle, Sybase, DB2), so gehört das Entity Relationship-Diagramm ebenfalls zu den Output-Dokumenten.